Tag Archives: Nuklearunfall

Aktuelle Situation in Japan

Auch wenn es in den westlichen Medien inzwischen leider keine Rolle mehr spielt, die Probleme mit dem Japanischen AKW Fukushima Daiichi [http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Fukushima-Daiichi] sind noch lange nicht gelöst, die Folgen davon werden noch viel länger eine Rolle spielen.

Inzwischen wird immer mehr bekannt, dass einerseits nicht “nur”  der Tsunami an der Katastrophe schuld ist sondern, dass schon dass Erdbeben zu einem Ausfall verschiedener Systeme und damit zur Kernschmelze geführt hat. [http://www.sueddeutsche.de/panorama/atomkatastrophe-in-fukushima-gau-schon-nach-fuenf-stunden-1.1106766  (09.06.2011)]/ [http://www.sueddeutsche.de/panorama/atomkatastrophe-in-fukushima-der-unbemerkte-gau-1.1098291 (17.05.2011)]

Dazu nimmt auch die Strahlung rund um das Kraftwerk aber auch in weiter entfernten Gegenden zu bzw. deren Existenz wird bekannt [http://derstandard.at/1304554266932/Fukushima-Strontium-im-Grundwasser-bei-Atomruine-entdeckt (12.06.2011)]. Ein besonderes Problem ist das für die externe Notkühlung der Reaktoren verwendete und dadurch stark verstrahlte Wasser [http://derstandard.at/1304553578073/AKW-Fukushima-Gefahr-durch-100000-Tonnen-hoch-verseuchtes-Wasser (03.06.2011)]. Durch Exporte ist somit inzwischen auch Europa (wenn auch nur in sehr geringem Ausmaß) von der Strahlungsthematik betroffen. Am Pariser Flughafen Charles de Gaulle wurde bei Japanischem Grünen Tee aus der Provinz Shizuoka die mehrere hundert Kilometer südlich von Fukushima ist eine Belastung mit radioaktivem Cäsium festgestellt die das doppelte des erlaubten Werts ausgemacht hat. [http://derstandard.at/1308186343485/Erhoehte-Belastung-Verstrahlter-japanischer-Tee-in-Frankreich-entdeckt (17.06.2011)]

In Japan gibt es Bestrebungen den Verkauf von Grünem Tee von bestimmten kontaminierten Plantagen zu stoppen. Auch bei im Pazifik gefangenen Walen wurden erhöhte Radioaktivitätswerte festgestellt. Seit dem Unfall in Fukushima strömt regelmäßig verseuchtes Wasser durch die diversen Schwachstellen des havarierten AKWs in den Pazifik bzw. wird gezielt dorthin abgelassen [http://derstandard.at/1304554443437/Fukushima-Verstrahlter-Tee-in-Japan-entdeckt (15.06.2011)].

Die Beseitigung der Erdbeben- und Tsunamischäden schreitet noch langsam voran, drei Monate nach der Katastrophe leben nach Angaben lokaler Behörden noch ca. 90.000 Menschen in Notunterkünften, bis jetzt wurden ca. 28.000 Behelfsunterkünfte errichtet. Ein weiteres Problem für die betroffenen Menschen ist, dass sie nicht nur ihre Wohnungen sondern auch ihre Arbeitsplätze verloren haben und so nicht die Möglichkeit haben sich selbst zu versorgen. [http://derstandard.at/1304554238455/Katastrophe-in-Japan-Weiter-mehr-als-90-000-Menschen-in-Notlagern (11.06.2011)]

Da für den Sommer durch die Abschaltung mehrerer AKWs Stromengpässe drohen [http://derstandard.at/1304554147994/AKW-Abschaltungen-Wirtschaftsminister-warnt-vor-Stromengpass (10.06.2011)] sollen die durch das Erdbeben und den Tsunami entstandenen Trümmer zur Stromerzeugung genutzt werden [http://derstandard.at/1308186156490/Nach-Erdbebenkatastrophe-Japan-will-Truemmer-in-eigenen-Anlagen-verbrennen (16.05.2011)].

In der Zeit gibt es einen Artikelmit einer Übersicht der Situation in den einzelnen Reaktorblöcken und zur Strahlenbelastung in und um das AKW. [http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-06/fukushima-strahlung (04.06.2011)]

Durch die Atomkatastrophe ist auch in Japan eine starke Anti-Atomkraft-Bewegung entstanden die regelmäßig Demonstrationen mit tausenden Menschen organisiert [http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-06/japan-atomkraft-protest (11.06.2011)]/ [http://www.zeit.de/2011/19/Japan (07.05.2011)]/ [http://www.heise.de/tp/artikel/34/34933/1.html (13.06.2011)].

Um nicht nur nicht betroffene Journalisten sondern auch die direkt von Erdbeben, Tsunami und AKW-Unfall Betroffenen zu Wort kommen zu lassen ist das (englischsprachige) E-Book Projekt “2:46 Aftershocks” [http://www.quakebook.org/de/about/]. Der Erlös des Projektes geht ans Japanische Rote Kreuz. Es soll auch eine Printausgabe und eine deutsche Übersetzung geben. [http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-05/fukushima-aftershocks (10.05.2011)]

Zu den diversen (Online)Presseartikeln gibt es auch diverse andere Informationsmöglichkeiten wie unter anderem eine vom AKW-Eigentümer Tepco betriebene Webcam [http://www.tepco.co.jp/nu/f1-np/camera/index-j.html]

Die (deutsche) Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit hat eine eigene Fukushima-Informationswebsite erstellt mit Informationen zur Lage in Fukushima und Japan [http://fukushima.grs.de/]

Da immer mehr Menschen den offiziellen in Japan gemessenen Strahlenwerten nicht mehr trauen gibt es ein Projekt, bei dem die Menschen ihre selbstgemessenen Strahlenwerte angeben können die dann in einer Karte dargestellt werden [http://japan.failedrobot.com/]

Kyshtym (Majak)

Ein Ereignis das auch immer wieder erwähnt wird, wenn es um das Thema Atomare Unfälle geht ist der Unfall in Atomkomplex Majak im Südural, der am 29. September 1957 passiert ist, aber jahrzehntelang verheimlicht worden ist.

Der Unfall führte zu weitreichenden radioaktiven Verstrahlungen in der Gegend. Das verseuchtes Gebiet ist 300 Kilometer lang und zehn bis 40Kilometer breit. 15.000 Menschen wurden ausgesiedelt, die evakuierten Orte in einer 25-Kilometer-Zone zerstört um eine Rückkehr der Menschen unmöglich zu machen. Der Unfall wurde auf Stufe 6 der INES-Scala eingestuft (die höchste Stufe ist 7).

Da sich die  radioaktive Verstrahlung auf den Ural konzentriert hat und der Unfall keine Auswirkungen auf Europa gehabt hat wurde er erst Ende der 90er Jahre im Westen bekannt und auch der Internationalen Atomenergiebehörde gemeldet.

Ereignet hat sich der Unfall in der Plutoniumfabrik Majak, wo der Stoff für die erste sowjetische Atombombe hergestellt wurde. Bei dem Unfall explodierte ein Tank mit 80 Tonnen hochradioaktiver Flüssigkeit (Caesium-137 und Strontium-90). Auch nach dem Unfall ist das Werk weiter betrieben worden. Heute ist dort noch eine atomare Wiederaufbereitungsanlage.

Zu den Problemen durch die unfallbedingte Verstrahlung kommt, dass seit Bestehen der Anlage immer wieder radioaktiv verstrahlte Abwässer in den nahegelegenen Fluss Tescha geleitet werden, was zu zahlreichen Erkrankungen der am Fluss lebenden Menschen führt.

Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Kerntechnische_Anlage_Majak

Artikel

Der verheimlichte Super-Gau

http://www.sueddeutsche.de/wissen/vor-jahren-der-verheimlichte-super-gau-1.907894

Der Gau in Majak Ewiges Feuer in der geheimen Stadt (28.09.207)

http://www.sueddeutsche.de/wissen/der-gau-in-majak-ewiges-feuer-in-der-geheimen-stadt-1.891321

Das Menetekel von Majak

http://www.zeit.de/2007/34/A-Atomkatastrophe

Die Schrecken von Musljumowo

http://www.zeit.de/1992/13/die-schrecken-von-musljumowo

Schlimmer als Tschernobyl

http://www.zeit.de/1997/26/Schlimmer_als_Tschernobyl

Gefährlichster Ort der Welt (1990)

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13501599.html

HIROSCHIMA IM BIRKENWALD (1993)

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13680611.html

Making the Russian Bomb – From Stalin to Yeltsin

http://docs.nrdc.org/nuclear/files/nuc_01019501a_138.pdf

Der bestverschwiegene GAU der Geschichte

http://www.welt.de/kultur/history/article1213772/Der-bestverschwiegene-GAU-der-Geschichte.html

Majak Leben in der Todeszone

http://www.beobachter.ch/natur/umweltpolitik/rubriken/energiepolitik/artikel/majak_leben-in-der-todeszone/

Fotos

http://randbild.de/?ID=XEQ522EW8K

Videos

Verseuchtes Land – Die Atomfabrik Majak

http://vimeo.com/17432730

Der streng geheime erste Atom-Gau

http://www.youtube.com/watch?v=eFTbearvO8s

Übersicht über die atomaren Unfälle der letzten Jahrzehnte

Sellafield (Windscale)

Ein Name der in den letzten Wochen, neben Tschernobyl und Harrisburg/ Three Miles Island auch immer wieder erwähnt worden ist war Sellafield/ Windscale. Dort hat sich 1957 der erste größere atomare Unfall in Europa ereignet. Mehrere Jahre nach dem Unfall und nach einigen anderen Unregelmäßigkeiten wurde der Ort und die Anlage von Windscale in Sellafield umbenannt.

Der Unglücksreaktor war Teil eines großen (immer noch bestehenden) Nuklearkomplex, der als Teil des britischen Kernwaffenprogramms gebaut worden war. Der Name Windscale und auch Sellafield steht für einen sorgloser Umgang mit radioaktivem Material. Seit Jahrzehnten werden regelmäßig radioaktive Stoffe in die Irische See entsorgt. Dazu kommen diverse Unfälle und Unregelmäßigkeiten. Die Reaktoren Pile Nr. 1 und Nr. 2 waren ab 1950 bzw. 1951 in Betrieb bis zum Brand im Jahr 1957. Sie waren Brutreaktoren zur Erzeugung von Plutonium für den Bau von Atombomben. In der Anlage gibt es u.a. auch eine Wiederaufbereitungsanlage für atomare Brennelemente.

Der größte von mehreren Unfällen, der sogenannte “Windscale Brand” ereignet sich zwischen 10. und 12. Oktober 1957.
Im Rahmen einer kontrollieretn Überhitzung zur Ableitung der sogenannten Wigner-Energie kam es zu einem Brand der mehrere Tage nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte und dann nach mehreren Versuchen mit verschiedenen Methoden doch gelöscht werden konnte.

Die Folgen des Brandes und auch der Löscharbeiten war die Freisetzung von erheblichen Mengen radioaktiven Materials die sich über Großbritannien und über das europäische Festland verteilte. Wie auch bei den anderen Unfällen wurde die Bevölkerung erst spät und unvollständig informaiert. Die Warnung erfolgte erst am Tag nach Ende des Brandes. Die Milch von einigen (aber nicht von allen betroffenen!) umliegenden Farmen wurde in die irische See verklappt. Vorhandene Informationen über radioaktive Verseuchung wurden unter Verschluss gehalten. Es gab und gibt unterschiedliche Untersuchungen und Ergebnisse bez. Opferzahlen und Folgen (offiziell 100 Opfer), bis zum Jahr 1990 enstanden 70 Untersuchungsberichte. In den 80er Jahren gab es eine Leukämiewelle in dem Ort Seascale.

Der Unfall 1957 wurde auf der INES Scale auf die Stufe 5 eingestuft(vgl.: Tschernobyl 7/ Fukushima derzeit 5/ Harrisburg: 5)
Die Strahlung ist bis 2005 im Reaktor auf etwa ein Prozent des sehr hohen Wertes nach dem Brand abgeklungen. Beide Reaktoren wurden nach dem Unfall ausser Betrieb genommen. Der Reaktor wird zurzeit (2010) rückgebaut (seit 1993 bis voraussichtlich 2012 (Ende 2. Phase)/ Planung ab 1980er Jahre)

Videos

Windscale: Britain’s Biggest Nuclear Disaster
Entwicklung der (militärischen und nichtmilitärischen) Atomkraft-Nutzung Großbrittaniens
Erklärung der Windscale Reaktoren (Bericht zum Unfall: Teil 6-9 )

Part 01: http://www.youtube.com/watch?v=ElotW9oKv1s //

Part 02: http://www.youtube.com/watch?v=nEs1qLPFlEc //

Part 03: http://www.youtube.com/watch?v=L1XApkJDOPU //

Part 04: http://www.youtube.com/watch?v=9k7jGpISmUM //

Part 05: http://www.youtube.com/watch?v=XW6FQj66lc4 //

Part 06: http://www.youtube.com/watch?v=xULwqKOaAFs //

Part 07: http://www.youtube.com/watch?v=Pfu4hQkKexw //

Part 08: http://www.youtube.com/watch?v=sIKuWW9FUwY //

Part 09: http://www.youtube.com/watch?v=_Svbtz9rihU

Animation der Ausbreitung des “verklappten” Caesium 137
http://www.bsh.de/en/Marine_data/Observations/Radioactivity/Kara_Sea/Animation_Sellafield.jsp

Artikel

Windscale brennt! (41/ 2007)
http://www.zeit.de/2007/41/A-Windscale

Windscale: A nuclear disaster (5. Oktober 2007)
http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/7030281.stm

“Schwerster Atomunfall seit 13 Jahren” (29.05.2005)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,358108,00.html

GROSSBRITANNIEN – Lockende Strahlen (30.9.1999)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13531048.html

Angst vor der Wahrheit (8.1.1988)
http://www.zeit.de/1988/02/angst-vor-der-wahrheit

Zeitspiegel – Imagepflege (11.7.1986)
http://www.zeit.de/1986/29/zeitspiegel

Alarm auf Station SL-1 – Unfälle in Atomkraftwerken (II) (24.01.1977)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41001983.html

ATOM-ENERGIE – Hunger noch Kraft (07.11.1956)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43064563.html

Windscale/Sellafield 1957: Um Haaresbreite am atomaren Inferno vorbei
http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/windscalesellafield_1957_um_haaresbreite_am_atomaren_inferno_vorbei/

Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Windscale-Brand
http://de.wikipedia.org/wiki/Sellafield

Google Maps Karte
http://maps.google.de/maps?ie=UTF8&ll=54.41853,-3.497429&spn=0.034809,0.077162&t=h&z=14

Three Mile Island/ Harrisburg

Zwei Namen die auch immer wieder fallen bei der Diskussion um Atomkraftwerke und Sicherheit sind Three Mile Island und Harrisburg. Three Mile Island ist ein Atomkraftwerk in den USA in der Nähe der Stadt Harrisburg.

Am 28. März 1979 ereignete sich ein Atomarer Störfall im dortigen AKW. Aufgrund von diversen technischen Problemen und auch Fehleinschätzung kam es zu einer partiellen Kernschmelze und einem Austritt von Radioaktivität in einem der beiden Reaktoren der erst wenige Monate vorher in Betrieb gegangen war. Nur durch viel Glück dürfte ein noch größeres Unglück vermieden werden. Der Unfall wurde auf der INES Skala für Nuklearunfälle auf Stufe 5 (von 7) eingestuft. (Tschernobyl war Stufe 7, für Fukushima gibt es noch keine endgültige Einstufung, die derzeitige ist Stufe 5)

Ca. 144.000 Anwohner haben damals die Flucht ergriffen sind evakuiert worden. Wie auch bei den folgenden Atomunfällen dürfte die Informationsweitergabe an die Bevölkerung schlecht funktioniert haben und die Prioritäten der Politiker und Behörden  auf Herunterspielen und Abriegeln gelegen haben. Erst mehrere Tage später kam die Aufforderung  zur Evakuierung von Schwangeren und Kinder in einem Umkreis von 8 Kilometern. Da die erste Meldung schon am Tag des Unfalls per Radio verbreitet worden war, da Mitarbeiter durch CB-Funk Meldungen von der Mobilisierung von Polizei und Feuerwehr und dadurch von dem Unfall erfahren hatten, waren zu dem Zeitpunkt viele Menschen schon geflohen. Bis heute dürfte nicht genau bekannt sein, wie viel Radioaktivität tatsächlich entwichen ist und wie viele Menschen deshalb an Krebs erkrankt sind.

Der nicht zerstörte andere Reaktor blieb  auch nach dem  Unfall in Betrieb. 2009 wurde beschlossen, dass der 1974 in Betrieb gegangene Reaktor nicht 2014 abgeschaltet wird sondern dass die Laufzeit bis 2034 verlängert wird. Bei den Aufräumarbeiten zwischen 1979 und 1993 wurde der zerstörte Reaktor teilweise rückgebaut und dekontaminiert.

Zu den Ereignisse rund um den Zwischenfall gibt es verschiedene Informationen:

Bücher

Robert Jungk (Hrsg.): Der Störfall von Harrisburg – Der offizielle Bericht der von Präsident Carter eingesetzten Kommission über den Reaktorunfall auf Three Mile Island. Erb Verlag, Düsseldorf 1979,

Cristina Perincioli: Die Frauen von Harrisburg, oder: “Wir lassen uns die Angst nicht ausreden”, Rowohlt aktuell, Reinbek 1980
Online: http://www.sphinxmedien.de/seiten/buecher_musik/Die_Frauen_von_Harrisburg.pdf

Karte

Google Maps Ausschnitt:
http://maps.google.at/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&aq=&sll=40.113264,-76.731606&sspn=0.181956,0.308647&ie=UTF8&hnear=&ll=40.149947,-76.722593&spn=0.045465,0.077162&t=h&z=14

Videos

Smart Talk: Three Mile Island Disaster 30th Anniversary

http://www.youtube.com/watch?v=afdkyvSBehw

“MELTDOWN AT THREE MILE ISLAND” (Teil 1 von 6)

http://www.youtube.com/watch?v=eLPAigMuBk0

Alle 6 Teile: http://dvp-potpourri.blogspot.com/2010/05/meltdown-at-three-mile-island.html

Artikel

Wir dachten, sie hatten alles unter Kontrolle (02.04.2011):
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40351537.html

Harrisburg: Der Unfall. Gorleben: Die Angst (6.4.1979):
http://www.zeit.de/1979/15/harrisburg-der-unfall-gorleben-die-angst

Die Zukunft der Atomkraft ist beendet (9.4.1979):
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40351537.html

Sowjetische Schelte (16.04.1979):
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40350270.html

JAPAN – Loch im Sommer (24.03.1979):
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40352038.html

REAKTOR-UNFALL – Wen’s trifft (7.5.1979):
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40350635.html

Der Mensch vergeßt viel Sache die ganze Zeit (13/ 1981):
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13528305.html

Quälende Frage (4/1988):
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13528305.html

Verdammt viel ernster (20/1990):
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13499425.html

Alles unter Kontrolle (18.03.2009):
http://www.zeit.de/2009/13/A-Harrisburg

Reaktorunglück Harrisburg – Das amerikanische Tschernobyl (2009):
http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/3849/das_amerikanische_tschernobyl.html

Thre Miles Island (Wikipedia Artikel):
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Three_Mile_Island

Liste der Unfälle in kerntechnischen Anlagen (Wikipedia Artikel):
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Unf%C3%A4lle_in_kerntechnischen_Anlagen

25 Jahre Tschernobyl

In nicht ganz einem Monat (am 26. April)  jährt sich die Tschernobyl-Katastrophe zum 25. Mal. Durch die Probleme die in Japan im AKW Fukushima I aufgetreten sind und immer noch auftreten ist auch die Tschernobyl-Katastrophe, der letzte große bzw. bis jetzt größte bekannte atomare Zwischenfall wieder verstärkt in den Medien.

Da ich damals noch zu jung war um schon viel davon mitzubekommen habe ich mich mal im Web umgeschaut, welche Informationen es dazu gibt. Im Gegensatz zum Unglück in Fukushima wo die Informationspolitik ja auch schon schlecht war dürfte sie bei dem Ereignis in Tschernobyl zuerst gar nicht und dann auch eher wenig vorhanden gewesen sein.

Bekannt geworden ist der Unfall anscheinend nicht dadurch, dass es eine Meldung aus dem betroffenen Land gegeben hat sondern weil 2 Tage nach dem Zwischenfall, also am 28. April, bei einem AKW in Schweden im Rahmen der routinemäßigen Untersuchung der AKW-Mitarbeitern erhöhte Strahlenwerte festgestellt worden sind. Als sicher war, dass die Strahlung nicht vom eigenen AKW stammte wurde aufgrund der vorherrschenden Windrichtung ausgemacht, dass der Strahlenverursacher in der Ukraine sein müsste. Erst auf konkrete Nachfrage hin wurde der Unfall bekannt gegeben.

Dadurch scheint die Informationslage zumindest für die Bevölkerung aber auch für die Politiker auch nicht recht viel besser geworden zu sein oder zumindest das Bedürfnis die Informationen weiterzugeben.

Videos

Auf Youtube gibt es Zusammenstellungen von mehreren Tagesschau-Sendungen aus dieser Zeit:

Ereignis allgemein:

http://www.youtube.com/watch?v=Hv9L53DiQTs

Berichte zur radioaktiv verseuchten Wolke :

http://www.youtube.com/watch?v=9n977DCuNF0

Des weiteren habe ich zwei Videos mit Berichten zum Unglück an sich gefunden, das erste versucht eher genau zu rekonstruieren wie es zu dem Unglück gekommen ist und wie es vermutlich aufgelaufen ist

Verdeutlicht wird es durch Animationen, Original Fotos und Videos und Interviews mit noch lebenden Beteiligten.

N24-Dokumentation: Atomtod in Tschernobyl:

http://www.youtube.com/watch?v=Ag3_6sv-Y5o

Das zweite Video berichtet auch über das Unglück selber aber auch stark über die langwierigen und gefährlichen Arbeiten am AKW die nach dem Unglück notwendig waren und über deren Folgen für die Beteiligten bzw. die Folgen des Unfalls allgemein. Auch in dem Film gibt es Fotos und Videos aus der Zeit unmittelbar nach dem Unglück und Animationen. Es gibt auch Interviews mit direkt oder indirekt beteiligten (u.a. mit Michail Gorbatschow)

Tschernobyl: Alles über die größte Atomkatastrophe der Welt (GERMAN) FULL Doku

http://www.youtube.com/watch?v=0_jMABFYXxs

Zeitschriftenartikel

Auf der Website des Spiegels gibt es einen Themenschwerpunkt Tschernobyl wo auch noch die Original-Artikel aus dem Jahr 1986 abgerufen werden können:

http://www.spiegel.de/thema/tschernobyl/

Der älteste Artikel dürfte dieser sein:

Du Perle im Sternbild des Atoms (Spiegel 19/1986 – 5.5.1986)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13517024.html

Bericht der Zeit aus dem Jahr 1986:

Der Super-GAU von Tschernobyl

http://www.zeit.de/1986/20/der-super-gau-von-tschernobyl

Karten

Google Maps Ausschnitt:
http://maps.google.at/?ie=UTF8&ll=51.389459,30.103912&spn=0.037332,0.077162&t=h&z=14

Strahlenbelastung um Tschernobyl (10 Jahre nach dem Unglück?)
http://www.oebv.at/sixcms/media.php/229/2000px-Tchernobyl_radiation_1996-de.svg.jpg

Cs-137-Kontamination in Europa verursacht durch den Reaktorunfall in Tschernobyl
http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/umweltthemen/kernenergie/Riskmap/Deutsch/CheEurope/CheEuropegr.htm

Caesium 137-Ablagerungen Europa 1998:
http://www.tschernobylkinder.ch/wp-content/gallery/Kontaminierung/Karte%20Europa.jpg

Tschernobyl, Bhopal und andere Katastrophen
http://www.monde-diplomatique.de/karten/view.php?text=Entwaldung&pagesize=10&page=1&id=32

Wikipedia Artikel

Zum Unglück selber:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tschernobyl-Ungl%C3%BCck

Über die ehemalige Werks”siedlung” Pripjat:
http://de.wikipedia.org/wiki/Prypjat_%28Stadt%29

Informationen zur Situation heute

Auch heute sind noch weite Teile in der näheren und weiteren Umgebung des AKWs verstrahlt. Die Siedlungen in einem Umkreisvon 30 km um das AKW wurden geräumt und das Gebiet ist Sperrgebiet, darf also nur mit Sondergenehmigung betreten werden. Das AKW wurde auch nach dem Unglück weiter betrieben ist aber seit dem Jahr 2000 stillgelegt. Allerdings sind trotzdem laufend Wartungsarbeiten am über dem Katastrophen-Reaktor angebrachten Sarkophag notwendig.

Sowohl die sogenannten Liqidatoren als auch viele Menschen in der Umgebung, sowohl die viel zu spät evakuierten Menschen aus der Sperrzone als auch die im weiteren Umfeld (die Kontaminierung der jeweiligen Gegend ist nicht nur von der Entfernung zum Reaktor sondern auch von der damals herrschenden Windrichtung und der Niederschlagsintensität in der Region zur Zeit des Unglücks abhängig)  leiden auch heute noch unter den Folgen der Katastrophe die aber nicht offiziell anerkannt werden. Viele sind aber auch schon verstorben.

Trotz der hohen Strahlenbelastung leben heute wieder einige v.a. alte Leute im Umfeld des AKWs u.a. in der südlich davon gelegenen Siedlung Tschernobyl u.a. weil sie über die Gefahren unzureichend informiert sind. Dadurch dass der Ort aufgrund der damals vorherrschenden Windrichtung weniger verstrahlt worden ist als die nördlich des AKWs gelegenen Orte/ Städte leben dort heute auch temporär Wissenschaftler die in und ums AKW forschen und Arbeiter die mit Ausbesserungsarbeiten beschäftigt sind. Als Ersatz für die ehemalige Werks”siedlung” (von der Größe her eher Stadt) Pripjat wurde die Stadt Slawutytsch ca. 50 km entfernt vom AKW gebaut.

In den letzten Jahren dürften schon einige Leute mit Sondergenehmigung oder auch illegal beim AKW und in der Umgebung gewesen sein. Es gibt dazu viele Videos u.a. auf Youtube, Bilder und andere Informationen. In diesem Jahr soll das Gebiet auch offiziell für Tourismus freigegeben werden: http://www.zeit.de/reisen/2010-12/tschernobyl-ukraine-tourismus

Informationen zum Erbeben und seinen Folgen in Japan am 11.3.2011

Karten und Grafiken:

Satellitenbilder der Zerstörung durch den Tsunami (Vergleiche mit der Situation davor):

Zeitleisten:

Karte/ Informationen zum Erdbeben und Tsunami:

Artikelsammlungen/ Informationen:

Live-Ticker:

Informationen und Satellitenbilder für Google Earth (KML Datei):

http://mw1.google.com/crisisresponse/2011/japan_earthquake_2011/earthquake/google/Japan_earthquake2011_nl.kml

Frühere Atomunfälle

Harrisburg: http://www.zeit.de/2009/13/A-Harrisburg

Tschernobyl:

Hintergrundinformationen

Erdbebengebiete und Standorte von Atomkraftwerken: http://maptd.com/map/earthquake_activity_vs_nuclear_power_plants/

AKWs in Deutschland: http://www.spiegel.de/flash/flash-24377.html