Category Archives: Fukushima

Japan, ein Jahr nach Erdbeben, Tsunami und Supergau

Schweigen gegen den GAU
Mit einer Schweigeminute haben Tausende Japaner der Opfer der Dreifachkatastrophe vor einem Jahr gedacht. Auch in Deutschland wird an Fukushima erinnert.
http://www.taz.de/!89366/

Japan gedenkt der 15.800 Opfer
Ansichtssache
http://derstandard.at/1331206979419/Ansichtssache-Japan-gedenkt-der-15800-Opfer

Vorher-Nachher-Fotos
Japans Tsunami-Schlachtfelder: Ein Land räumt auf
http://derstandard.at/1330389863018/Vorher-Nachher-Fotos-Japans-Tsunami-Schlachtfelder-Ein-Land-raeumt-auf

Wie der Tsunami Japans Küstenorte fortriss
Kaum etwas hielt den Wassermassen stand, die Japans Ostküste am 11. März 2011 überfluteten. Vergleiche von Fotos damals mit heutigen Aufnahmen lassen das Ausmaß erkennen.
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2012-03/japan-tsunami-vorher-nachher

Tage am Abgrund nach Beben, Tsunami und GAU
Am 11. März 2011 um 14.46 Uhr Ortszeit zerreißt es den Meeresgrund vor Japans Küste. Die Folgen sind verheerend. Eine Chronologie vom Moment des Megabebens bis heute.
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2012-03/japan-beben-tsunami-gau-chronologie

Mein Leben nach Fukushima
Ein Jahr nach dem Erdbeben und der Atomkatastrophe in Japan beschreibt die Schriftstellerin Banana Yoshimoto, wie sie das Unglück erlebte und wie es ihren Alltag verändert hat.
http://www.zeit.de/2012/10/DOS-Fukushima-Yoshimoto

“Panik ist verflogen, die Angst bleibt“
Der Musiker und Aktivist Otomo Yoshihide im Gespräch über unzuverlässige Informationspolitik nach Fukushima und sein eigenes Aufklärungsprojekt.
http://www.taz.de/!89303/

GAU befreit kritisches Schreiben
Der Reaktorunfall vom 11. März 2011 in Fukushima hat auch die japanischen Medien verändert. Kritik an der Kernenergie ist seither druckfähig.
http://www.taz.de/!89299/

Advertisements

Fukushima im März 2012 – Ein Jahr danach

Vor einem Jahr hat es in Japan ein starkes Erdbeben geben, am Epizentrum, dass rund 130 Kilometer vor der Ostküste der Hauptinsel Honshu entfernt ist hatte es eine Stärke von 9.0 Diesem folgte  ein starker Tsunami , der mit 800 km/h auf die Küste zuraste und  über 10 Meter hohe, teilweise bis zu 40 hohe Flutwellen verursachte. Dabei wurden teilweise ganze Gegenden verwüstet und die dortige Infrastruktur wie Straßen und Zugstrecken und zahlreiche japanische Städte und Dörfer zerstört, insgesamt ca. 115.000 Gebäude entlang eines 400 Kilometer langen Küstenstreifens. Mehr als 340.000 Menschen flohen oder wurden evakuiert, allein gut 87.000 Menschen aufgrund der  vom Atomkraftwerk Fukushima Daiichi ausgehenden Verstrahlung. Mehr als 19.000 Menschen sterben, zahlreiche Menschen werden auch heute noch vermisst.

Nach dem Erdbeben kam es in mehreren im Erdbebengebiet befindlichen Atomkraftwerken zu Problemen, die stärksten Probleme traten im direkt an der Tsunami- betroffenen Küste  befindlichen Atomkraftwerk  Fukushima Daiichi auf.  Es kam bedingt durch die Zerstörung des Tsunamis, und wie inzwischen bekannt ist, auch schon Erdbebenbedingt zu einem Stromausfall und einer teilweise Zerstörung der Anlagen und der Kühlsysteme der Reaktor-Blöcke und dadurch zu einer Schmelze des Reaktorkerns in mehreren Reaktoren und zu mehreren Wasserstoff-Explosionen, die Teile der Reaktor-Gebäude zerstörten.

Sowohl die Explosionen, die zur Zerstörung der Zerstörung der Gebäude uns zum Herausschleudern von radioaktiven Stoffen führt, die dann durch den Wind verbreitet werden als auch die Notkühlversuche durch Bespritzen der Reaktor-Blöcke mit Wasser  von außen führte zu starker Verstrahlung der Gegend und des Meeres. Eine 20 km breite Evakuierungszone wird festgelegt, die auch heute noch nicht bewohnt werden darf.  Durch die günstige Windsituation wird jedoch ein Großteil der verstrahlten Partikel auf das Meer hinaus geweht. Im Gegensatz zu Tschernobyl handelt es sich „nur“ um  Jod und Cäsium mit weit niedrigeren Halbwertszeiten als die beim Tschernobyl- Unglück auch exponierten Stoffe  Plutonium und  Strontium.

Die evakuierten Menschen und diejenigen die durch den Tsunami ihre Häuser und Wohnungen verloren haben wurden in Notunterkünften untergebracht. Direkt nach den Ereignissen wurde in eine erweiterte Zone im Abstand von 20 bis 30 Kilometer um das AKW eingerichtet,  am 30. September hat die Regierung die Sperrzone aber auf die 20 Kilometer Zone beschränkt. In weniger kontaminierten und  Nicht-gesperrten Gegenden fanden und finden Dekontaminierungsarbeiten statt. Sie reinigen vor allem öffentlichen Parks, Schulen und Plätze. Sie tragen die Erde ab oder drehen sie um und vergraben sie und arbeiten mit Hochdruck-Reinigern deren Wasser sie dann in speziellen Lagern entsorgen. Ziel ist es  die Strahlenbelastung unter bestimmte Grenzwerte zu senken, die vor allem durch radioaktive Cäsium-Isotope verursacht wird. Die Strahlenwerte, die in den wieder aber auch in den durchgehend bewohnten Gegenden, wie unter Anderem in der 60 Kilometer vom AKW gelegenen Stadt Fukushima, Zentrum der gleichnamigen Präfektur, gemessen werden, schwanken nicht nur zwischen den einzelnen Gegenden sondern auch innerhalb der einzelnen Städte und Siedlungen sehr stark, was auch von zahlreichen Einwohnern mit eigenen Messgeräten registriert wird. Deshalb sind auch viele ehemalige Bewohner, vor allem solche mit kleinen Kindern, nach wie vor nicht zurück gekehrt oder nur deshalb, weil sie auf die Arbeit dort angewiesen sind. Im Gegensatz dazu gibt es einige, vor allem ältere Menschen, die trotz erhöhter Strahlenbelastung wieder in ihre Heimatstädte, die in der Sperrzone liegen, zurückkehren möchten, da sie annehmen altersbedingt weniger empfindlich auf die Strahlung zu reagieren und auch größere Schwierigkeiten haben, sich woanders einzuleben. In die Sperrzone von Tschernobyl leben ja wieder mehrere alte Menschen, wie ja u.a. im Film Pripyat gezeigt wird.

Im Kraftwerksbereich sind nach wie vor zahlreiche Arbeiter beschäftigt, die unter schwierigen Bedingungen, die Lage stabilisieren sollen und Schutz- und Entsorgungsmaßnahmen durchführen sollen. Dort wurden auch Tagelöhner eingesetzt,  für die weniger strenge Schutzmaßnahmen und Grenzwerte galten als für die anderen Arbeiter.

Der offizielle Stand der betroffenen Reaktor-Blöcke ist der einer „Kaltabschaltung“, da sie durch die Notkühlsystem auf unter 100 Grad gekühlt werden können. Eine sichere Demontage von Fukushima-Daiichi wird aber, laut Regierung, noch mindestens 40 Jahre dauern.

Aktuelle Berichte über das Unglück und die Unglücksgegend:

Situation in Japan

1 Jahr danach…

Chronik des Versagens
Was genau hat sich vor einem Jahr in den Reaktoren von Fukushima abgespielt? Bis heute verhindert harte Strahlung den Blick hinein. Die Rekonstruktion der Ereignisse zeigt aber: Unvermeidlich war die Katastrophe keinesfalls.
http://www.zeit.de/2012/10/Fukushima

Ein Jahr Katastrophe in Japan
Beben, Tsunami, Fukushima: Als die Welt aus den Angeln gehoben wurde
http://derstandard.at/1330390606256/Ein-Jahr-Katastrophe-in-Japan-Beben-Tsunami-Fukushima-Als-die-Welt-aus-den-Angeln-gehoben-wurde

Tepco zeigt erste Bilder aus dem Reaktor nach Kernschmelze
Temperatur innerhalb des Sicherheitsbehälters angeblich 44,7 Grad – Erneut Kritik von Global 2000
http://derstandard.at/1326503289234/Fukushima-Tepco-zeigt-erste-Bilder-aus-dem-Reaktor-nach-Kernschmelze

Hilferuf aus der Tsunami-Region
Der Wiederaufbau in Iwate stockt, weil das Geld fehlt und die Region bereits vor dem Beben überaltert war
http://derstandard.at/1331206941659/Fukushima—Ein-Jahr-danach-Hilferuf-aus-der-Tsunami-Region

Experiment mit 60.000 Haushalten
Wann ist eine Rückkehr in die verstrahlten Gebiete möglich?
http://www.zeit.de/2012/10/U-Fukushima-Dekontamination

Die Stadt, die überlebte und doch ausstarb
Hirono im 30-Kilometer-Radius um das AKW Fukushima wurde nach dem Beben zum Quartier für Rettungsarbeiter. Die einstigen Bewohner der Stadt wollen nicht mehr nach Hause.
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2012-03/japan-hirono-geisterstadt

An der Sperrzone um Fukushima beginnt das Leben neu
Alltag nach dem GAU: An Schulen lagert kontaminierte Erde, im Klinikum lassen sich Menschen auf radioaktive Strahlung untersuchen. Sven Stockrahm hat Minamisoma besucht.
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-12/minamisoma-japan-sperrzone

Was wurde aus – Herrn Ihsaka?
5.000 Männer räumen den radioaktiven Müll von Fukushima auf und setzen sich gefährlicher Strahlung aus. Die meisten sind Arbeitssklaven in den Fängen der Mafia. Einer von ihnen ist Idealist.
http://www.zeit.de/2011/50/Jahresrueckblick-Fukushima

„Ich bin Kanonenfutter“
Als die Erde bebte, war er mitten im Meiler. Ein Mitarbeiter erinnert sich an die Katastrophe von Fukushima. Noch heute ist er im AKW tätig.
http://www.taz.de/!89324/

Ums 600fache überschritten
In der Stadt Fukushima hat Greenpeace eine Strahlendosis von bis zu 70 Mikrosievert pro Stunde gemessen. Die offiziellen Messungen vor Ort scheinen unvollständig zu sein.
http://www.taz.de/!89309/

Die traurigen Rückkehrer
Wird es jemals wie vorher sein? Ein Besuch an einem Ort, der bereits dekontaminiert ist. Die Bewohner trauen sich jedoch kaum nach Hause.
http://www.taz.de/!89377/

Bilder aus Japans Sperrzone
Besuchszeit in der verlorenen Heimat
http://www.zeit.de/wissen/2012-03/fs-fukushima-geisterstadt

Tschernobyl

26 Jahre danach…

Zu Besuch in der Todeszone
Wer den GAU-Reaktor in Tschernobyl besuchen will, macht das auf eigenes Risiko. Aber wenigstens gibt es Touristenführer und ein Dokumentationszentrum.
http://www.taz.de/!89355/