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Ulrike Meinhof

Da auch heute immer wieder über die RAF und auch über Ulrike Meinhof berichtet wird hab ich mir ein paar Informationen aus der damaligen Zeit aber auch von später herausgesucht.

Geboren worden ist sie 1934, also noch vor Beginn des 2. Weltkriegs. Sie verliert früh ihren Vater (1940) und dann auch ihre Mutter (1949). Sie wächst deshalb bei einer Freundin ihrer Mutter, der Professorin Renate Riemeck auf, die in der Anti Atom Bewegung gegen eine atomare Wiederbewaffnung kämpfte und Gründungsmitglied der Deutschen Friedens Union war.

Schon in ihrer Zeit in am Gymnasium Philippinum  ist sie journalistisch in der von ihr gegründeten Schülerzeitung Spektrum aktiv. Während ihres Studiums (Philosophie, Pädagogik, Soziologie und Germanistik) in Marburg war sie in der evangelischen Reformbewegung aktiv, als sie 1957 nach Münster wechselte wurde sie Mitglied des Sozialistsichen Deutschen Studentenbundes, Während der Protestbewegung gegen die atomare Bewaffnung der BRD war sie die Sprecherin des „Anti-Atomtod-Ausschusses“. Sie war auch kurze Zeit Mitglied der AStA und schreib in diversen Studentenzeitungen.  Von 1956-1964 war sie Mitglied der seit 1956 verbotenen KPD.

Von 1961 bis 1967 war sie mit Klaus Rainer Röh, dem Herausgeber der im studentischen Umfeld entstandenen Zeitschrift konkret verheiratet. 1962 wurde sie Mutter der Zwillinge Regine und Bettina Röhl. Von 1959 bis 1969 schrieb sie konkret, von 1960 bis 1964 war sie Chefredakteurin. Dadurch aber auch durch Ihre Radio und Fernsehbeiträge wird sie als Journalistin bekannt. Sie beschäftigt sich u.a. mit der Situation der Mädchen in den Fürsorgeheimen. Bambule, ein von ihr mitgestaltetes Fernsehspiel, wurde aufgrund der Ereignisse nicht mehr ausgestrahlt.

Nach ihrer Scheidung zog sie nach Berlin und intensivierte ihre Kontakte zur APO und kam mit Gudrun Ensslin in Kontakt. Nach der Beteiligung an der Befreiungsaktion von Andreas Baader, dem Kopf der ersten Generation der RAF, schloss sie sich der RAF an und ging in den Untergrund. Sie war an mehreren Aktionen beteiligt und gilt als (Mit-)Verfasserin mehrer RAF Schriften. 1972 wird sie verhaftet und später mit anderen RAF-Mitgliedern in Stammheim vor Gericht gestellt. 1976 begeht sie dort Selbstmord.

Berichte/ Texte

NATÜRLICH KANN GESCHOSSEN WERDEN (Der Spiegel – 25/1970)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44931157.html
Kommentar der RAF zur Baader-Befreiung

WIR SCHIESSEN, WENN MAN AUF UNS SCHIESST (Der Spiegel – 18/1971)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43257794.html
Auszug aus einer Stellungname der RAF

Will Ulrike Gnade oder freies Geleit? (Der Spiegel – 3/1972)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43019376.html
Schriftsteller Heinrich Böll über die Baader-Meinhof-Gruppe und “Bild”

Böller gegen Böll (Die Zeit – 21.1.1972)
http://www.zeit.de/1972/03/boeller-gegen-boell
Kommentar zum Kommentar von Böll im Spiegel über die RAF und dessen Auswirkungen

Folter in der Bundesrepublik? (Die Zeit – 1.3.1974)
http://www.zeit.de/1974/10/folter-in-der-bundesrepublik
Bericht über die Haftbedingungen der RAF-Mitglieder

DOKUMENT -Wir werden in den Durststreik treten (Der Spiegel – 4/ 1975)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41558626.html
Interview mit Baader, Meinhof, Ensslin und Raspe

Unsere Mutter – Staatsfeind Nr. 1  (Der Spiegel – 29/1995)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9202075.html
Die Tochter Bettina Röhl über Ulrike Meinhof, die vor 25 Jahren in den Untergrund ging

ALICE SCHWARZER ÜBER ULRIKE MEINHOF – Das Ende eines Mythos (Emma – Juli/ August 2006)
http://www.emma.de/index.php?id=das_ende_eines_mythos_2006_4

Klaus Rainer Röhl: Gnade für Jutta?  (2008)
http://klausrainerroehl.de/pdf/2008-03-jutta.pdf
Komentar von Ulrike Meinhofs Ex-Man zur Meinhof Biographie von Ditfurth

Bücher

Die Würde des Menschen ist antastbar: Aufsätze und Polemiken (2008)
Texte von Ulrike Meinhof

Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof. Die Biographie. (2007)
Biographie

Peter Brückner: Ulrike Meinhof und die deutschen Verhältnisse (1976)
Biographie und Informationen zur politischen und gesellschaftlichen Situation ihrer Zeit und Texte von Ulrike Meinhof

Videos

Rote Armee Fraktion – Ulrike Meinhof – Lebenslauf
Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=H-0Cmj3QoiA
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=RHhBm6EA_7U
Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=FovWsBr9s0M

Wikipedia-Artikel

Ulrike Meinhof: http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrike_Meinhof

RAF:  http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Armee_Fraktion

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