Monthly Archives: June 2011

Fairkehrtes Fest Mülln – Juni 2011

http://www.fairkehr.net

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Aktuelle Situation in Japan

Auch wenn es in den westlichen Medien inzwischen leider keine Rolle mehr spielt, die Probleme mit dem Japanischen AKW Fukushima Daiichi [http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Fukushima-Daiichi] sind noch lange nicht gelöst, die Folgen davon werden noch viel länger eine Rolle spielen.

Inzwischen wird immer mehr bekannt, dass einerseits nicht “nur”  der Tsunami an der Katastrophe schuld ist sondern, dass schon dass Erdbeben zu einem Ausfall verschiedener Systeme und damit zur Kernschmelze geführt hat. [http://www.sueddeutsche.de/panorama/atomkatastrophe-in-fukushima-gau-schon-nach-fuenf-stunden-1.1106766  (09.06.2011)]/ [http://www.sueddeutsche.de/panorama/atomkatastrophe-in-fukushima-der-unbemerkte-gau-1.1098291 (17.05.2011)]

Dazu nimmt auch die Strahlung rund um das Kraftwerk aber auch in weiter entfernten Gegenden zu bzw. deren Existenz wird bekannt [http://derstandard.at/1304554266932/Fukushima-Strontium-im-Grundwasser-bei-Atomruine-entdeckt (12.06.2011)]. Ein besonderes Problem ist das für die externe Notkühlung der Reaktoren verwendete und dadurch stark verstrahlte Wasser [http://derstandard.at/1304553578073/AKW-Fukushima-Gefahr-durch-100000-Tonnen-hoch-verseuchtes-Wasser (03.06.2011)]. Durch Exporte ist somit inzwischen auch Europa (wenn auch nur in sehr geringem Ausmaß) von der Strahlungsthematik betroffen. Am Pariser Flughafen Charles de Gaulle wurde bei Japanischem Grünen Tee aus der Provinz Shizuoka die mehrere hundert Kilometer südlich von Fukushima ist eine Belastung mit radioaktivem Cäsium festgestellt die das doppelte des erlaubten Werts ausgemacht hat. [http://derstandard.at/1308186343485/Erhoehte-Belastung-Verstrahlter-japanischer-Tee-in-Frankreich-entdeckt (17.06.2011)]

In Japan gibt es Bestrebungen den Verkauf von Grünem Tee von bestimmten kontaminierten Plantagen zu stoppen. Auch bei im Pazifik gefangenen Walen wurden erhöhte Radioaktivitätswerte festgestellt. Seit dem Unfall in Fukushima strömt regelmäßig verseuchtes Wasser durch die diversen Schwachstellen des havarierten AKWs in den Pazifik bzw. wird gezielt dorthin abgelassen [http://derstandard.at/1304554443437/Fukushima-Verstrahlter-Tee-in-Japan-entdeckt (15.06.2011)].

Die Beseitigung der Erdbeben- und Tsunamischäden schreitet noch langsam voran, drei Monate nach der Katastrophe leben nach Angaben lokaler Behörden noch ca. 90.000 Menschen in Notunterkünften, bis jetzt wurden ca. 28.000 Behelfsunterkünfte errichtet. Ein weiteres Problem für die betroffenen Menschen ist, dass sie nicht nur ihre Wohnungen sondern auch ihre Arbeitsplätze verloren haben und so nicht die Möglichkeit haben sich selbst zu versorgen. [http://derstandard.at/1304554238455/Katastrophe-in-Japan-Weiter-mehr-als-90-000-Menschen-in-Notlagern (11.06.2011)]

Da für den Sommer durch die Abschaltung mehrerer AKWs Stromengpässe drohen [http://derstandard.at/1304554147994/AKW-Abschaltungen-Wirtschaftsminister-warnt-vor-Stromengpass (10.06.2011)] sollen die durch das Erdbeben und den Tsunami entstandenen Trümmer zur Stromerzeugung genutzt werden [http://derstandard.at/1308186156490/Nach-Erdbebenkatastrophe-Japan-will-Truemmer-in-eigenen-Anlagen-verbrennen (16.05.2011)].

In der Zeit gibt es einen Artikelmit einer Übersicht der Situation in den einzelnen Reaktorblöcken und zur Strahlenbelastung in und um das AKW. [http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-06/fukushima-strahlung (04.06.2011)]

Durch die Atomkatastrophe ist auch in Japan eine starke Anti-Atomkraft-Bewegung entstanden die regelmäßig Demonstrationen mit tausenden Menschen organisiert [http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-06/japan-atomkraft-protest (11.06.2011)]/ [http://www.zeit.de/2011/19/Japan (07.05.2011)]/ [http://www.heise.de/tp/artikel/34/34933/1.html (13.06.2011)].

Um nicht nur nicht betroffene Journalisten sondern auch die direkt von Erdbeben, Tsunami und AKW-Unfall Betroffenen zu Wort kommen zu lassen ist das (englischsprachige) E-Book Projekt “2:46 Aftershocks” [http://www.quakebook.org/de/about/]. Der Erlös des Projektes geht ans Japanische Rote Kreuz. Es soll auch eine Printausgabe und eine deutsche Übersetzung geben. [http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-05/fukushima-aftershocks (10.05.2011)]

Zu den diversen (Online)Presseartikeln gibt es auch diverse andere Informationsmöglichkeiten wie unter anderem eine vom AKW-Eigentümer Tepco betriebene Webcam [http://www.tepco.co.jp/nu/f1-np/camera/index-j.html]

Die (deutsche) Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit hat eine eigene Fukushima-Informationswebsite erstellt mit Informationen zur Lage in Fukushima und Japan [http://fukushima.grs.de/]

Da immer mehr Menschen den offiziellen in Japan gemessenen Strahlenwerten nicht mehr trauen gibt es ein Projekt, bei dem die Menschen ihre selbstgemessenen Strahlenwerte angeben können die dann in einer Karte dargestellt werden [http://japan.failedrobot.com/]

Salzburg Mai/ Juni 2011

Nach längerer Zeit gibt’s mal wieder ein paar Fotos…