Ein paar Fotos vom bisher recht abwechslungsreichen Winter…
Hundstage
Nachdem wir in diesem Sommer von größerer Hitze bisher verschont geblieben sind hat sie sich jetzt doch noch eingestellt.
Das Auftreten von höheren Temperaturen gegen Ende August in Salzburg wird auch laut (1) als letzte Hundstage in Mitteleuropa bezeichnet. Zwischen 22. und 27. August stellt sich in Salzburg häufig ein Wärmerückfall ein der durch Luftzufuhr aus niedrigen Breiten verursacht wird nachdem die Temperaturen vorher ab ca. 6. August eigentlich schon am sinken waren. Nach dem 27. August nehmen die Temperaturen dann aber wieder ab und es entwickeln sich frühherbstliche Temperaturverhältnisse.
Die sogenannten Hundstage (2) bezeichnen in Europa generell die heißesten Tage im Sommer. Sie dauern üblicherweise von 23. Juli bis zum 23. August. In Salzburg treten sie aber in zwei Teilen auf mit Temperaturrückgängen dazwischen auf: die “Hundstagshitze” mit einem Maximum um den 27. Juli und als letzte Hundstage Ende August.
Benannt sind sie nach dem Sternbild Großer Hund (Canis Major). Zur Zeit des römischen Reiches wurde die ca. 30 bis 31 Tage zwischen Aufgang des Sternbildes Großer Hund bis zur Sichtbarkeit des Sternbildes als Gesamteinheit als Hundstage bezeichnet.
Durch die Eigenbewegung des Sternbildes Canis Major und die Änderung der Erdachse hat sich die Zeit der Sichtbarkeit des Sternbildes seit der Zeit des Römischen Reiches um ca. 4 Wochen nach hinten verschoben. Der Aufgang kann in Deutschland ab ca. 30. August beobachtet werden, also nicht mehr im Hochsommer sondern zum Sommerende hin.
(1) Klima und Witterung in der Stadt Salzburg – Arbeiten aus der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik – Hanns Tollner, Werner Mahringer, Friedrich Söberl, Wien 1976
Zitate 1
In dem Bewusstsein, dass andere Positionen notwendig sind, um eigene zu formulieren, ist es an den Historikerinnen und Historikern Kolleginnen und Kollegen in die eigene Arbeit miteinzubeziehen und zu fördern, auch wenn sie eine andere wissenschaftliche und politische Position vertreten. Auf einen gut funktionierenden Wissenschaftsdiskurs lässt sich der Begriff der ‘kollektiven Intelligenz’ anwenden: Aus dem Gegeneinander- und Zusammenspiel der Positionen lässt sich mehr gewinnen als aus jeder noch so genialen Einzelleistung.
Stefan Jordan
Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft
S. 218
Aktuelle Situation in Japan
Auch wenn es in den westlichen Medien inzwischen leider keine Rolle mehr spielt, die Probleme mit dem Japanischen AKW Fukushima Daiichi [http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Fukushima-Daiichi] sind noch lange nicht gelöst, die Folgen davon werden noch viel länger eine Rolle spielen.
Inzwischen wird immer mehr bekannt, dass einerseits nicht “nur” der Tsunami an der Katastrophe schuld ist sondern, dass schon dass Erdbeben zu einem Ausfall verschiedener Systeme und damit zur Kernschmelze geführt hat. [http://www.sueddeutsche.de/panorama/atomkatastrophe-in-fukushima-gau-schon-nach-fuenf-stunden-1.1106766 (09.06.2011)]/ [http://www.sueddeutsche.de/panorama/atomkatastrophe-in-fukushima-der-unbemerkte-gau-1.1098291 (17.05.2011)]
Dazu nimmt auch die Strahlung rund um das Kraftwerk aber auch in weiter entfernten Gegenden zu bzw. deren Existenz wird bekannt [http://derstandard.at/1304554266932/Fukushima-Strontium-im-Grundwasser-bei-Atomruine-entdeckt (12.06.2011)]. Ein besonderes Problem ist das für die externe Notkühlung der Reaktoren verwendete und dadurch stark verstrahlte Wasser [http://derstandard.at/1304553578073/AKW-Fukushima-Gefahr-durch-100000-Tonnen-hoch-verseuchtes-Wasser (03.06.2011)]. Durch Exporte ist somit inzwischen auch Europa (wenn auch nur in sehr geringem Ausmaß) von der Strahlungsthematik betroffen. Am Pariser Flughafen Charles de Gaulle wurde bei Japanischem Grünen Tee aus der Provinz Shizuoka die mehrere hundert Kilometer südlich von Fukushima ist eine Belastung mit radioaktivem Cäsium festgestellt die das doppelte des erlaubten Werts ausgemacht hat. [http://derstandard.at/1308186343485/Erhoehte-Belastung-Verstrahlter-japanischer-Tee-in-Frankreich-entdeckt (17.06.2011)]
In Japan gibt es Bestrebungen den Verkauf von Grünem Tee von bestimmten kontaminierten Plantagen zu stoppen. Auch bei im Pazifik gefangenen Walen wurden erhöhte Radioaktivitätswerte festgestellt. Seit dem Unfall in Fukushima strömt regelmäßig verseuchtes Wasser durch die diversen Schwachstellen des havarierten AKWs in den Pazifik bzw. wird gezielt dorthin abgelassen [http://derstandard.at/1304554443437/Fukushima-Verstrahlter-Tee-in-Japan-entdeckt (15.06.2011)].
Die Beseitigung der Erdbeben- und Tsunamischäden schreitet noch langsam voran, drei Monate nach der Katastrophe leben nach Angaben lokaler Behörden noch ca. 90.000 Menschen in Notunterkünften, bis jetzt wurden ca. 28.000 Behelfsunterkünfte errichtet. Ein weiteres Problem für die betroffenen Menschen ist, dass sie nicht nur ihre Wohnungen sondern auch ihre Arbeitsplätze verloren haben und so nicht die Möglichkeit haben sich selbst zu versorgen. [http://derstandard.at/1304554238455/Katastrophe-in-Japan-Weiter-mehr-als-90-000-Menschen-in-Notlagern (11.06.2011)]
Da für den Sommer durch die Abschaltung mehrerer AKWs Stromengpässe drohen [http://derstandard.at/1304554147994/AKW-Abschaltungen-Wirtschaftsminister-warnt-vor-Stromengpass (10.06.2011)] sollen die durch das Erdbeben und den Tsunami entstandenen Trümmer zur Stromerzeugung genutzt werden [http://derstandard.at/1308186156490/Nach-Erdbebenkatastrophe-Japan-will-Truemmer-in-eigenen-Anlagen-verbrennen (16.05.2011)].
In der Zeit gibt es einen Artikelmit einer Übersicht der Situation in den einzelnen Reaktorblöcken und zur Strahlenbelastung in und um das AKW. [http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-06/fukushima-strahlung (04.06.2011)]
Durch die Atomkatastrophe ist auch in Japan eine starke Anti-Atomkraft-Bewegung entstanden die regelmäßig Demonstrationen mit tausenden Menschen organisiert [http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-06/japan-atomkraft-protest (11.06.2011)]/ [http://www.zeit.de/2011/19/Japan (07.05.2011)]/ [http://www.heise.de/tp/artikel/34/34933/1.html (13.06.2011)].
Um nicht nur nicht betroffene Journalisten sondern auch die direkt von Erdbeben, Tsunami und AKW-Unfall Betroffenen zu Wort kommen zu lassen ist das (englischsprachige) E-Book Projekt “2:46 Aftershocks” [http://www.quakebook.org/de/about/]. Der Erlös des Projektes geht ans Japanische Rote Kreuz. Es soll auch eine Printausgabe und eine deutsche Übersetzung geben. [http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-05/fukushima-aftershocks (10.05.2011)]
Zu den diversen (Online)Presseartikeln gibt es auch diverse andere Informationsmöglichkeiten wie unter anderem eine vom AKW-Eigentümer Tepco betriebene Webcam [http://www.tepco.co.jp/nu/f1-np/camera/index-j.html]
Die (deutsche) Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit hat eine eigene Fukushima-Informationswebsite erstellt mit Informationen zur Lage in Fukushima und Japan [http://fukushima.grs.de/]
Da immer mehr Menschen den offiziellen in Japan gemessenen Strahlenwerten nicht mehr trauen gibt es ein Projekt, bei dem die Menschen ihre selbstgemessenen Strahlenwerte angeben können die dann in einer Karte dargestellt werden [http://japan.failedrobot.com/]
Ulrike Meinhof
Da auch heute immer wieder über die RAF und auch über Ulrike Meinhof berichtet wird hab ich mir ein paar Informationen aus der damaligen Zeit aber auch von später herausgesucht.
Geboren worden ist sie 1934, also noch vor Beginn des 2. Weltkriegs. Sie verliert früh ihren Vater (1940) und dann auch ihre Mutter (1949). Sie wächst deshalb bei einer Freundin ihrer Mutter, der Professorin Renate Riemeck auf, die in der Anti Atom Bewegung gegen eine atomare Wiederbewaffnung kämpfte und Gründungsmitglied der Deutschen Friedens Union war.
Schon in ihrer Zeit in am Gymnasium Philippinum ist sie journalistisch in der von ihr gegründeten Schülerzeitung Spektrum aktiv. Während ihres Studiums (Philosophie, Pädagogik, Soziologie und Germanistik) in Marburg war sie in der evangelischen Reformbewegung aktiv, als sie 1957 nach Münster wechselte wurde sie Mitglied des Sozialistsichen Deutschen Studentenbundes, Während der Protestbewegung gegen die atomare Bewaffnung der BRD war sie die Sprecherin des „Anti-Atomtod-Ausschusses“. Sie war auch kurze Zeit Mitglied der AStA und schreib in diversen Studentenzeitungen. Von 1956-1964 war sie Mitglied der seit 1956 verbotenen KPD.
Von 1961 bis 1967 war sie mit Klaus Rainer Röh, dem Herausgeber der im studentischen Umfeld entstandenen Zeitschrift konkret verheiratet. 1962 wurde sie Mutter der Zwillinge Regine und Bettina Röhl. Von 1959 bis 1969 schrieb sie konkret, von 1960 bis 1964 war sie Chefredakteurin. Dadurch aber auch durch Ihre Radio und Fernsehbeiträge wird sie als Journalistin bekannt. Sie beschäftigt sich u.a. mit der Situation der Mädchen in den Fürsorgeheimen. Bambule, ein von ihr mitgestaltetes Fernsehspiel, wurde aufgrund der Ereignisse nicht mehr ausgestrahlt.
Nach ihrer Scheidung zog sie nach Berlin und intensivierte ihre Kontakte zur APO und kam mit Gudrun Ensslin in Kontakt. Nach der Beteiligung an der Befreiungsaktion von Andreas Baader, dem Kopf der ersten Generation der RAF, schloss sie sich der RAF an und ging in den Untergrund. Sie war an mehreren Aktionen beteiligt und gilt als (Mit-)Verfasserin mehrer RAF Schriften. 1972 wird sie verhaftet und später mit anderen RAF-Mitgliedern in Stammheim vor Gericht gestellt. 1976 begeht sie dort Selbstmord.
Berichte/ Texte
NATÜRLICH KANN GESCHOSSEN WERDEN (Der Spiegel – 25/1970)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44931157.html
Kommentar der RAF zur Baader-Befreiung
WIR SCHIESSEN, WENN MAN AUF UNS SCHIESST (Der Spiegel – 18/1971)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43257794.html
Auszug aus einer Stellungname der RAF
Will Ulrike Gnade oder freies Geleit? (Der Spiegel – 3/1972)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43019376.html
Schriftsteller Heinrich Böll über die Baader-Meinhof-Gruppe und “Bild”
Böller gegen Böll (Die Zeit – 21.1.1972)
http://www.zeit.de/1972/03/boeller-gegen-boell
Kommentar zum Kommentar von Böll im Spiegel über die RAF und dessen Auswirkungen
Folter in der Bundesrepublik? (Die Zeit – 1.3.1974)
http://www.zeit.de/1974/10/folter-in-der-bundesrepublik
Bericht über die Haftbedingungen der RAF-Mitglieder
DOKUMENT -Wir werden in den Durststreik treten (Der Spiegel – 4/ 1975)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41558626.html
Interview mit Baader, Meinhof, Ensslin und Raspe
Unsere Mutter – Staatsfeind Nr. 1 (Der Spiegel – 29/1995)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9202075.html
Die Tochter Bettina Röhl über Ulrike Meinhof, die vor 25 Jahren in den Untergrund ging
ALICE SCHWARZER ÜBER ULRIKE MEINHOF – Das Ende eines Mythos (Emma – Juli/ August 2006)
http://www.emma.de/index.php?id=das_ende_eines_mythos_2006_4
Klaus Rainer Röhl: Gnade für Jutta? (2008)
http://klausrainerroehl.de/pdf/2008-03-jutta.pdf
Komentar von Ulrike Meinhofs Ex-Man zur Meinhof Biographie von Ditfurth
Bücher
Die Würde des Menschen ist antastbar: Aufsätze und Polemiken (2008)
Texte von Ulrike Meinhof
Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof. Die Biographie. (2007)
Biographie
Peter Brückner: Ulrike Meinhof und die deutschen Verhältnisse (1976)
Biographie und Informationen zur politischen und gesellschaftlichen Situation ihrer Zeit und Texte von Ulrike Meinhof
Videos
Rote Armee Fraktion – Ulrike Meinhof – Lebenslauf
Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=H-0Cmj3QoiA
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=RHhBm6EA_7U
Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=FovWsBr9s0M
Wikipedia-Artikel
Ulrike Meinhof: http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrike_Meinhof


































































































